Bikesharing

Erst Comedy, jetzt E-Bikes: Dieser Fernsehstar investiert in die Mobilitätsbranche

Credit: SUSHI BikesCredit: SUSHI Bikes

Durch verrückte Ideen sind „Joko und Klaas” bekannt geworden. Letzt Woche etwa sorgten sie für viel Aufsehen, als sie auf ProSieben das Fernsehsignal des Konkurrenten RTL kommentierten. Nun sorgt Joko Winterscheidt durch eine Aktion vollkommen abseits der Medienbranche für Aufmerksamkeit: Er investiert in ein Mobilität-Start-ups.

SUSHI ist kein Essen

Das junge Start-up SUSHI, früher unter dem Namen drais.bike aktiv, ist der Glückliche. Das eigene E-Bike ist mit einem Preis knapp 1000 Euro deutlich günstiger als die Ware der Konkurrenz. Damit geht zugleich auch eine klare Nachricht an Discounter wie Lidl und Aldi raus, die gerade erst E-Scooter zu Spottpreisen verschleuderten.

So sehen die Räder von Joko Winterscheidt aus. Credit: Screenshot / sushi-bikes.com
So sehen die Räder von Joko Winterscheidt aus. Credit: Screenshot / sushi-bikes.com

Ein weiteres Augenmerk liegt bei der Produktion auf der Ästhetik: SUSHI selbst spricht vom „pure[n] Design eines Singlespeed-Bikes”. Während Branchenbeobachter zunächst noch bemängelten, dass keine Lampe im Lieferumfang enthalten ist, hält Winterscheidt nun dagegen. Noch vor der ersten Auslieferung habe man Reflektoren, eine Lampe und einen Kettenschutz am Rad ergänzt. So seien die E-Bikes 100-prozentig konform mit der Straßenverkehrsordnung.

Bislang kann das neue E-Bike des Start-ups nur vorbestellt werden, einige Hundert Räder seien aber schon beim Käufer angelangt. Bis spätestens Juni soll dann auch die zweite Charge an den Start gehen, noch bis August sollen alle anderen Besteller beliefert werden.

Joko Winterscheidt: Investitionen als Back-up

Winterscheidts Beteiligungsgesellschaft 8 Ventures Berlin gehören 20 Prozent an dem E-Bike-Startup. Auch die Mymuesli-Chefs Max Wittrock und Philipp Kraiss sind jeweils mit zehn Prozent an Sushi beteiligt, berichtete Gründerszene schon im vergangenen Jahr.

Gegenüber t3n erklärt Joko Winterscheidt, man wisse nie, was die Zukunft bringe und müsse sich stets in verschiedene Richtungen ausrichten. Er sei sich bewusst, dass durch seine mediale Bekanntheit niemand einen Investor hinter ihm vermutet hätte, bezeichnet seine Investitionen gar als Trojanisches Pferd.

Ich liebe es einfach, auf vielen Säulen zu stehen. Keiner kann mir sagen, wo sich die Medien- oder Unterhaltungswelt hin entwickelt und was da die Zukunft bringt. […] Es wäre von meiner Position aus sehr falsch, jetzt nur in der Medienlandschaft zu investieren. Wenn man mit einem Bankberater spricht, rät der einem ja auch, sich möglichst breit aufzustellen.

Joko Winterscheidt im Interview mit t3n

Auch in andere Unternehmen investiert Winterscheidt. Dabei folgt er nach eigenen Angaben jedoch stets dem Prinzip „weniger ist mehr”, um nicht den Überblick zu verlieren und sich aktiv auf die von ihm begünstigten Unternehmen konzentrieren zu können.

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