Die Passagierdrohne wird nun getestet. Credit: Ehang

Scheuer legt “Aktionsplan Drohne” vor – das heißt das

Die Mobilität ändert sich und wenn es nach der Bundesregierung geht, kommen bald auch Drohnen als Verkehrsträger zum Einsatz. Dafür hat Verkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) einen “Aktionsplan” vorgestellt.

Die Mobilität ändert sich und wenn es nach der Bundesregierung geht, kommen bald auch Drohnen als Verkehrsträger zum Einsatz. Dafür hat Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) einen “Aktionsplan” vorgestellt.

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Mit dem “Aktionsplan Drohne” setze die Regierung “voll auf Innovation”, wie Scheuer sagte. Der Verkehrsminister nannte zudem drei zentrale Ziele als Leitlinien für die Umsetzung des Plans, wie DW berichtet. Diese seien der Schutz personenbezogener Daten, der Privatsphäre und der Umwelt, die Sicherheit des Luftraums und die Erschließung neuer Geschäftsfelder und Einsatzmöglichkeiten.

Scheuer merkte an, dass ein Versand von Paketen per Drohnen bereits in drei Jahren möglich sei, wie er bei der Vorstellung des Aktionsplans sagte. Allerdings sind noch viele Fragen offen, etwa zum rechtlichen Rahmen. Denn: Für den Drohnenverkehr müssen EU-Regularien umgesetzt und die Drohnenverordnung von 2017 angepasst werden. Es werden beispielsweise Standards für die Betriebssicherheit benötigt oder Schutzmaßnahmen an Flughäfen. Trotz der vielen offenen Fragen sprach das Verkehrsministerium schon von einem “Abflug in die dritte Dimension”.

Drohnen: Wirtschaft begrüßt den “Aktionsplan”

Als konkrete Anwendungsfelder für Drohnen werden im “Aktionsplan” etwa der gezielte Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln in der Landwirtschaft und der Transport von Arzneimitteln genannt. Außerdem sollen sie bei Lageerkundung bei Überschwemmungen oder Waldbränden sowie bei der Inspektion von Hochspannungsleitungen oder Windkraftanlagen zum Einsatz kommen.

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“Drohnen-Technologie ist eine Schlüsseltechnologie für die Logistik und Mobilität der Zukunft”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Digitalverbandes Bitkom, Bernhard Rohleder. Der Verband Unbemannte Luftfahrt (VUL), hinter dem der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) stehen, sprach von einem wichtigen Bekenntnis der Politik, um die zukunftsträchtige Technologie in den Markt zu bringen.

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