Carsharing

ShareNow: Wie bei Car2Go und DriveNow aus Konkurrenten Ehepartner wurden

ShareNow-CEO Olivier Reppert. Foto: YourNowShareNow-CEO Olivier Reppert. Foto: YourNow

Es klingt schon fast romantisch, wenn der Chef des aus Car2Go und DriveNow hervorgegangenen ShareNow Olivier Reppert statt von einer Fusion von einer Hochzeit spricht. Im Interview mit der WirtschaftsWoche begründet er: „Ich spreche vor allem von einer Hochzeit, weil das Ziel dasselbe ist: Obwohl Car2go und DriveNow erbitterte Konkurrenten waren, wollen beide die Mobilität in den Städten verändern.“

Der CEO weiter: „Das hat auch die Mitarbeiter beider Unternehmen, die für das gleiche Ziel gekämpft haben, sofort zusammengeschweißt und kommt für mich durchaus einer Hochzeit gleich.“

Eine Angst vor der Fusion habe er ich nicht gehabt, weil die beiden Unternehmen angeblich auch vorher im Wettbewerb „immer respektvoll“ miteinander umgegangen seien.

Wir wollen den Städten helfen, die Mobilitätswende zu schaffen. Und dafür beziehen wir alle Beteiligten mit ein: die öffentlichen Verkehrsmittel, Bike-, Roller- oder auch Scooterverleiher. Wir reden ständig mit Unternehmen wie Coup oder Emmy. Und kennen Tretroller-Verleiher wie Lime oder Bird schon länger, weil wir ja auch in den USA aktiv sind.

ShareNow Olivier Reppert in der WirtschaftsWoche

ShareNow ist nicht nur auf Carsharing festgelegt

Im Interview verrät der ehemalige Car2Go-Chef, dass er ein großer Fan von E-Bikes und Rollern ist. Ob das auch fürs eigene Unternehmen gilt?

„Es wäre ja unsinnig, nur auf Carsharing zu setzen, bloß weil ich ein solches Unternehmen leite. Ich nutze auch E-Bikes von Jump und fahre mit Rollern von Emmy oder Coup – das macht gerade im Sommer einfach Spaß“, zitiert ihn die WirtschaftsWoche.

Natürlich sei es vernünftig, solche Verkehrsmittel anzubieten, man schaue sich das an. „Allerdings kennen wir die Probleme vieler Städte mit den Anbietern, die den Markt mit ihren Fahrzeugen oftmals fluten. Wenn wir so einen Service auch anbieten wollen, dann nur in Zusammenarbeit mit den Städten“, sagt Reppert. Außerdem sei auch eine Kooperation mit anderen Wettbewerbern möglich. „Wir müssen nicht alles selber machen.“

Mit der Fusion oder eben Hochzeit von Car2Go und DriveNow wurden übrigens nicht Mitarbeiter abgebaut. Man wolle weiter wachsen, sagt Reppert. Bis Ende des Jahres soll die Anzahl der Elektroautos von 16 auf 20 Prozent erhöht werden.

Das ganze Interview gibt es bei der WirtschaftsWoche.

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