E-Scooter

Tier Mobility schaltet in den „Survival Modus“ – was das bedeutet

Tier will künftig E-Scooter und die ehemaligen E-Mopeds von Coup in seiner App anbieten. Foto: Tier MobilityDie Ansteckungsgefahr verunsichert viele NutzerInnen – TierMobility macht trotzdem weiter.

Im vergangenen Jahr prägten E-Scooter noch das Straßenbild in den deutschen Großstädten, nun sind sie aufgrund der Corona-Pandemie verschwunden. Fast. Denn: TierMobility macht weiter. Was der „Survival Modus“ des Startups bedeutet.

Der E-Scooter-Betrieb in Deutschland steht aufgrund der Corona-Pandemie still. Zu hoch ist die Angst der NutzerInnen vor einer Ansteckungsgefahr. Inzwischen haben alle Firmen ihre Roller, zumindest vorübergehend, vom Markt genommen. Nur bei zwei Startups sieht man das anders: Dott und TierMobility bieten ihre Services weiter an. Warum? Für Tier hat das nun der Chef Lawrence Leuschner erklärt, wie Business Insider berichtet.

„Im Team war uns klar: Wir können jetzt nicht einfach das Feld räumen, denn es gibt Leute, die brauchen uns.“

Lawrence Leuscher in einer Online-Veranstaltung von KPMG und dem Startupverband

Begründet wurde die Entscheidung damit, dass man für Menschen in systemrelevanten Berufen und Pendler eine sicher Alternative zum öffentlichen Nahverkehr bieten wolle. Menschen in Gesundheitsberufen können TierMobility kostenlos nutzen. Zudem würden viele Städte einen weiterbetrieb begrüßen, heißt es weiter.

Corona wirkt sich auch auf TierMobility aus

Doch längst ist nicht alles rosig bei Tier. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Startup für einen Großteil der Mitarbeitenden Kurzarbeit beantragt hat und auch beim Gehalt der fünf Mitglieder der Geschäftsleitung gespart werde (MOViNC berichtete). In der Online-Veranstaltung nannte der Tier-Chef konkrete Zahlen:

„Unser Umsatz ist innerhalb von fünf Tagen um 80 Prozent eingebrochen“

Lawrence Leuscher in einer Online-Veranstaltung von KPMG und dem Startupverband

Deshalb sei das Unternehmen nun im „Survival-Modus“. Zuerst sei demnach eine Corona-Taskforce gegründet worden und man habe sich mit der Frage beschäftigt, wie schnell der Betrieb nach dem Lockdown wieder normal laufen könnte. Es folgte eine Überprüfung der Kosten und etwaiger Förderprogramme. Außerdem wurde Verträge mit Kunden gestundet, neu verhandelt oder pausiert. Anschließend wurde der Betrieb an die gesunkene Nachfrage angepasst. Wie lange dieser „Survival Modus“ dauern wird, hängt nun davon ab, ob und wenn ja, in welcher Form, die Kontaktsperre nach den Osterfeiertagen gelockert wird. Bei TierMobility zeigt man sich diesbezüglich optimistisch.

Zum Thema: Coronavirus: So reagieren deutsche E-Scooter-Anbieter – der Überblick

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