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So sehr brechen Verkehr und Mobilität wegen Corona ein

Social Distancing, Homeoffice und die Angst vor einer Ansteckung: COVID-19 bringt den Verkehr in Großstädten und auf dem Land weitestgehend zum erliegen. Das Ausmaß beziffert.Social Distancing, Homeoffice und die Angst vor einer Ansteckung: COVID-19 bringt den Verkehr in Großstädten und auf dem Land weitestgehend zum erliegen. Das Ausmaß beziffert.

Dass die Mobilität unter den Auswirkungen der Coronavirus- oder COVID-19-Pandemie leidet, ist offensichtlich. Der Takt vieler öffentlicher Verkehrsmittel wird reduziert, einige E-Scooter-Anbieter stellen den Betrieb sogar ganz ein. Nicht nur Social Distancing und Homeoffice tragen dazu bei, auch die Angst vor einer Ansteckung.

Auf Basis neuer Daten, die Apple veröffentlicht hat, ist nun eine genauere Auswertung des Einflusses der COVID-19-Pandemie auf den Mobilitätssektor möglich. Anhand der Zahlen von Routensuchen beim eigenen Kartendienst Apple Maps hat der Konzern die Entwicklung des Verkehrs verglichen mit einem Stichtag, dem 13. Januar 2020 prozentual verfolgt.

Apple betont, dass hierbei anonymisierte Daten verwendet wurden, die keine demografischen Informationen beinhalten und keine Rückschlüsse auf einzelne Nutzer zulassen.

Mobilität in Europa und der Welt bricht ein

Insgesamt verzeichnet der deutsche Mobilitätssektor heute Einbußen in Höhe von 46 Prozent verglichen mit dem 13. Januar Knapp besser geht es den Vereinigten Staaten mit 45 Prozent.

Die „Verlierer“ sind ganz klar solche europäischen Staaten, die zu spät reagiert haben oder nicht gut vorbereitet haben. Großbritanniens Laissez-faire-Einstellung brachte dem Land ein um 70 Prozent niedriger liegendes Verkehrsaufkommen als gewöhnlich ein. Noch schlimmer dran ist Italien, wo in Folge des überlasteten Gesundheitssystems und dem kompletten Shutdown nur noch drei von zwanzig Fahrgästen übrigbleiben.

Die Lage in Deutschland

Bis zum 11. März 2020 lässt sich bei allen drei erhobenen Mobilitätsformen, dem Fahren, dem Transit und dem fußläufigen Zurücklegen von Wegen, zunächst ein Anstieg verzeichnen. Ursache hierfür dürften weitestgehend die aktuelle Jahreszeit und die damit verbundenen saisonalen Wetterbedingungen sein, wie ein Blick auf die Vorjahre offenbart. Weniger wird hier ein Wachstum der Wirtschaft mit reinspielen.

Auffällig ist auch, dass je nach Wochentag die Zahlen rasant steigen und wieder abfallen. Auf bis zu 160 Prozent klettern die Werte für den Fußverkehr anlässlich des Wetterumschwungs Mitte März.

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Massiver Zusammenbruch am 20. März

Nachdem die Werte Ende der ersten Märzwoche zu sinken beginnen, kommt der massive Zusammenbruch: Am 20. März erreichen alle Mobilitätsträger ihre Tiefpunkte. Fußläufiger Verkehr und automobiler Individualverkehr fallen auf rund 40 Prozent der vorherigen Werte herab, der Transitverkehr knackt sogar die 30-Prozent-Marke.

Bis dato scheint sich die Lage zwar wieder langsam zu bessern. Doch vor allem der Transitverkehr als kommerzielle Mobilitätsform muss weiterhin um Kunden kämpfen. Seit dem großen Einbruch sind die Nutzerzahlen um nicht mehr als zehn Prozent gestiegen. Besser hingegen erholt sich der Individualverkehr: Das Wetter lockt immer mehr Menschen trotz der aktuellen Situation ins Grüne. Schließlich ist das Risiko zu Fuß und im Auto gering, vorausgesetzt man bleibt unter sich im eigenen Haushalt.

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