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Coronavirus: Maskenpflicht für Uber, Free Now und Taxis in Bayern

Bayerns Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek mit Maske im Taxi. Foto: StMBBayerns Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek mit Maske im Taxi. Foto: StMB

Bayern prescht vor: Ab Montag soll wegen des Coronavirus eine Maskenpflicht nicht nur im öffentlichen Nahverkehr, sondern auch in Mietwagen von Uber und Free Now gelten.

Wie MOViNC erfahren hat und nun auch durch die Landesregierung in Bayern verkündet wird, gelten ab Montag, 27. April 2020, umfangreiche Sicherheitsvorschriften für den öffentlichen Verkehr. Damit verkündet der Freistaat strengere Regeln als andere Bundesländer.

Wie im gesamten öffentlichen Nahverkehr wird auch in Taxis und Mietwagen mit Fahrern ab kommendem Montag eine Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung, also eine Maskenpficht wegen des Coronavirus, gelten. „Genau wie in Bus und Bahn gilt auch hier: Bedecken Sie Mund und Nase mit einer Maske, einem Tuch oder Schal“, sagt Bayerns Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek.

Schulterschluss zwischen Uber, Free Now und Taxis

Jörg Wohlfahrt (Taxi München eG), Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek, Christian Hess (Isarfunk), Alfred Lehmair (Landesverband bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V.), Alexander Mönch (Free Now), Christoph Weigler (Uber), Donald Huber (Taxiunternehmer), Foto: StMB.
Jörg Wohlfahrt (Taxi München eG), Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek, Christian Hess (Isarfunk), Alfred Lehmair (Landesverband bayerischer Taxi- und Mietwagenunternehmen e.V.), Alexander Mönch (Free Now), Christoph Weigler (Uber), Donald Huber (Taxiunternehmer), Foto: StMB.

Für diese Regelungen hat sich die Bayerische Landesregierung mit diversen Mobilitätsunternehmen verständigt und eine gemeinsamen Maßnahmenkatalog verabschiedet. Teil des Bayerischen Corona-Paktes sind:

  • Uber
  • Free Now
  • Bayerischer Taxi- und Mietwagenverband e. V.
  • Taxi München eG
  • IsarFunk

Ungewöhnlich: Diese Maßnahmen hat die Taxi-Industrie mit ihren sonst eher kritisch beäugten Konkurrenten Uber und Free Now gemeinsam entwickelt.

„Ich freue mich sehr, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen und wir gemeinsam Lösungen erarbeiten konnten“, so Holetschek weiter. „Dank dieser Maßnahmen ist es weiterhin bedenkenlos möglich, Taxi zu fahren
oder sich einen Mietwagen mit Fahrer zu nehmen. Den Unternehmen, Verbänden und insbesondere den Fahrerinnen und Fahrern gilt an dieser Stelle mein ausdrücklicher Dank.“

„Die Gesundheit steht jetzt an oberster Stelle.“

Bayerns Verkehrsstaatssekretär Klaus Holetschek

Holetschek weiter: „Deshalb sollen ab sofort Trennvorrichtungen zwischen Fahrer und Fahrgast vor einer Ansteckung schützen. Damit das funktioniert, sind wir auch auf die Mithilfe der Fahrgäste angewiesen: Bitte halten Sie Abstand und steigen Sie immer hinten ins Auto ein.“

Künftig sollen schon ab drei Fahrgästen ein Großraumtaxi bestellt werden. Zusätzlich investieren die Taxis in digitalen Bezahlmethoden (App und EC-Karte). Um auf die neuen Regelungen hinzuweisen, sind an Taxis und Mietwagen Hinweise an den Türen angebracht.

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Die Coronavirus-Erklärung von Uber, Free Now und Taxis im Wortlaut:

Gemeinsame Information des Bayerischen Taxi- und Mietwagenverbandes e.V., Free Now, Uber, der Taxi München eG und IsarFunk zu Verhalten und Maßnahmen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie unterstützt durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr

Die Corona-Krise bestimmt in weiten Bereichen das derzeitige Leben. Auch wir als Vertreter der bayerischen Taxi-, Mietwagen- und Fahrtvermittlungsbranche sind hiervon betroffen und wollen gemeinsam mit Ihnen einen wirksamen Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens leisten. Wir stehen in dieser Krise als zuverlässiger Mobilitäts-Partner zur Seite.

Wir bitten Sie um Unterstützung bei der Eindämmung des Corona-Virus:

  1. Steigen Sie bitte hinten ein, um Abstand zu den Fahrerinnen und Fahrern zu halten.
  2. Rufen Sie bereits ab einer Gruppe von drei Personen ein Großraumfahrzeug.
  3. Nutzen Sie die Möglichkeiten der bargeldlosen Bezahlung, gerne auch mit den verschiedenen Apps.
  4. Halten Sie sich an die allgemeinen Hygienemaßnahmen (Händewaschen, Niesen/Husten nur in Armbeuge, Abstandhalten).
  5. Tragen Sie unbedingt eine Mund-Nase-Bedeckung.

Wir und kooperierende Unternehmen haben zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Fahrgäste und das Fahrpersonal zu schützen:

  1. Wir statten unsere Fahrzeuge mit Trennwänden oder –folien zwischen Fahrer und Fahrgastraum aus.
  2. An den Beifahrertüren oder in der Kundenkommunikation weisen wir auf den hinteren Einstieg hin.
  3. Wir stellen (vermehrt) die bargeldlose Zahlung per App oder Karte zur Verfügung.
  4. Die Fahrer tragen – spätestens ab 27.04.2020 – einen Mund-Nase-Bedeckung bei der Fahrgastbeförderung.
  5. Wir schützen das Fahrpersonal durch weitreichende Maßnahmen und achten auf die Einhaltung von Hygieneregeln.

Wir haben die Reinigungsmaßnahmen in Bezug auf die Fahrzeuge intensiviert, um das
Infektionsrisiko zu senken. Die Maßnahmen werden weiter ausgebaut. Wir sind sicher, durch die Einhaltung dieser Vorgaben können wir gemeinsam diese Krise meistern.

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1 Kommentar

  • Das ist eine bodenlose Groteske! Ich bin entsetzt!
    Wenn Funkmietwagen und Taxis zusammenarbeite erzeugt das schon ein leichtes Stirnerunzeln, wäre aber ok, und geschieht stellenweise ja auch.
    Entweder weil ein Taxiunternehmen auch einen oder zwei Funkmietwagen hat oder umgekehrt. Auch heißt der BZP bekanntlich Taxen- und Mietwagenverband. Wenn alle wettbewerbsrechtlich korrekt handeln – z.B. das weitgehende Beachten der Rückkehrpflicht (Mietwagen), oder die Beförderungspflicht auch bei Kurzfahrten (Taxi) dann ist dagegen auch nichts zu sagen. Irgendwo tun wir alle das Gleiche und sind irgendwo auch Kollegen. Da darf man nicht päpstlicher als der Papst sein.

    Jedoch da wo es NICHT geschieht, bewusst sogar nicht, da verbietet sich ABSOLUT JEDE Zusammenarbeit! So ist FreeNow (Ride) schon sehr problematisch, aber bei UBER kräuseln sich die Fußnägel. Das „Arschloch namens Taxi“ hält hier wohl auch noch die rechte Wange hin und hofiert unter Kameras die disruptiven Fahrdiensteanbieter, auf das der baldige eigene Tod bald eintrete. „Ja, tut mir weh! I like it!“
    Auch weiß ich nicht, warum man mit einem Unternehmen „zusammen arbeitet“, das seit dem 19. Dezember 2019 bis hin zu einer gegenteiligen Entscheidung untersagt ist überhaupt auf der Straße zu erscheinen! Man bedenke doch!

    Ich glaube, da haben sich einige Herren (und Damen) der Zunft vergessen und unser Taxigewerbe gleich mit! Aber auch ehrlich arbeitende Funkmietwagenbetreiber sollten sich mal vorher überlegen mit WEM sie da „zusammenarbeiten“ und gemeinsam ablichten lassen. Bei aller Gesprächsbereitschaft, auch mit Mitbewerbern, hört nämlich irgendwo der Spaß auf. Der Kioskbetreiber trinkt mit dem Kioskräuber auch keine Brüderschaft.

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