Die Passagierdrohne wird nun getestet. Credit: Ehang

Ehang testet Flugtaxis in Spanien und Norwegen – zu unterschiedlichen Zwecken

Weltweit steht der Verkehr aufgrund der Corona-Pandemie gerade nahezu still. Dennoch arbeiten Unternehmen weiter an neuen Formen der Mobilität – so auch Ehang. Die Firma testet ihre Flugtaxis nun in Spanien und Norwegen.

Weltweit steht der Verkehr aufgrund der Corona-Pandemie gerade nahezu still. Dennoch arbeiten Unternehmen weiter an neuen Formen der Mobilität – so auch Ehang. Die Firma testet ihre Flugtaxis nun in Spanien und Norwegen.

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Die Bahnen sind leer, Fernbusse haben ihren Betrieb vorübergehend eingestellt und Flugzeuge bleiben am Boden. Während der Verkehr aufgrund der Corona-Pandemie weltweit beinahe zum erliegen gekommen ist, wird im Bereich der New Mobility weiter an neuen Projekten gearbeitet. So hat der chinesische Hersteller von Flugtaxis Ehang von der norwegischen Zivilluftfahrtbehörde eine Betriebsgenehmigung für die zweisitzige Passagierdrohne Ehang erhalten, wie das mobilitymag berichtet. Außerdem hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit der Stadt Sevilla in Spanien unterschrieben.

In Norwegen hat Ehang damit die erste operative Fluggenehmigung für Testflüge in Europa erhalten, heißt es auf der Website des Unternehmens. Die Passagierdrohne soll testweise im Lieferdienst oder für die Inspektion von Windkraftanlagen getestet werden. Ausgangspunkt der Tests wird der Flughafen Elvenes im Nordosten des Landes an der Grenze zu Russland sein. Weil das Gebiet dünn besiedelt sei, eigne es sich gut für das Vorhaben, heißt es.

Bei den Tests will Ehang Echtzeitdaten zum Flugverhalten der 216 sammeln. Die Maschine verfügt über zwei Sitze und 16 Elektromotoren und Propellern. Durch die Elektromotoren werden keine direkten Emissionen ausgestoßen. Langfristig sollen die Flugtaxis autonom fliegen. Sie hat eine Leermasse von 360 Kilogramm und eine Nutzlast von 260 Kilogramm. Bei einer Reichweite von 35 Kilometern soll sie eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h erreichen.

Ehang testet in Spanien Beförderung von Passagieren

In der spanischen Stadt Sevilla will das chinesische Unternehmen ein Pilotprojekt für städtische Luftmobilität starten – und auch Passagiere befördern. Zunächst soll dort die nötige Infrastruktur aufgebaut und erste Testflüge absolviert werden. Langfristig sollen die Flugtaxis Teil der Mobilitätsinfrastruktur der Stadt werden, wie der CEO von Ehang erklärt:

In der Altstadt von Sevilla gibt es viele alte, schmale Wege, die für Autos unzugänglich sind. Wir glauben, dass unsere autonomen Flugkörper eine großartige Lösung für die Stadt sein können, um die Verkehrsüberlastung zu verringern und den historischen Kern besser zu erhalten.

Hu Huazhi, Gründer, Vorsitzender und CEO von Ehang

Auch die Touristen sollen vom Konzept profitieren. So plant man beispielsweise damit, dass dieses sich die Sehenswürdigkeiten aus der Luft ansehen können.

Anfang 2020 hatte Ehang zudem eine erste Sonderfluggenehmigung der US-amerikanischen Federal Aviation Administration (FAA) erhalten. Der erste Testflug mit der Ehang 216 erfolgte daraufhin auf amerikanischen Boden. Ehang ist auf elektrisch betriebene VTOL-Flugzeuge spezialisiert. Diese heben vertikal ab und eignen sich deshalb gut für den innerstädtischen Betrieb. Denn: Die Flugtaxis brauchen so keine Start-und Landebahn.

Zum Thema: Lilium: So arbeitet das Unternehmen während der Corona-Krise

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