Flug

Lilium: So arbeitet das Unternehmen während der Corona-Krise

Credit: Lilium Jet

Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass das deutsche Flugtaxi-Startup Lilium von Investoren Millionen bekommen hat. Doch wie kommt das Unternehmen durch die Corona-Krise?

Elektrisch betriebene Flugtaxis könnten die Zukunft der Mobilität sein – so zumindest sehen es viele Investoren. Das deutsche Startup Lilium Jet aus München arbeitet an diesem Bereich und hat kürzlich erst 240 Millionen Euro dafür bekommen (MOViNC berichtete).

Nun, da in vielen Firmen die Arbeit aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich ist, stellt sich die Frage, wie man bei Lilium in diesen Tagen arbeitet. Die SZ hat bei Firmensprecher Oliver Walker-Jones nachgefragt.

Demnach würden gerade beinahe alle Mitarbeitenden aus dem Homeoffice arbeiten, berichtet Walker-Jones. Das würde funktionieren, weil Lilium gerade nicht produzieren würde.

Im Moment geht es vor allem um Ingenieurs- und Entwicklungsarbeit, und die kann man auch prima vom Schreibtisch daheim machen. Wir können also weitermachen, das ist wichtig. Auf dem Sonderflughafen Oberpfaffenhofen schauen weniger als zehn Mitarbeiter nach der Sicherheit unseres Prototypen.

Firmensprecher Oliver Walker-Jones zur SZ

Arbeit trotz Corona: Für Startups wie Lilium ein glückliches Timing

Möglich sei die Arbeit auch durch die kürzlich gewonnene finanzielle Sicherheit. Lilium hatte 240 Millionen Euro an Investorengeldern bekommen – und das, kurz bevor der Flugverkehr durch die Corona-Pandemie weltweit beinahe zum erliegen kam.

Das Timing ist natürlich für uns ein Glücksfall. Wir waren schon lange vor der Corona-Krise mit unserem chinesischen Investor Tencent im Gespräch, ob sie nicht noch mehr investieren wollen. Und ausgerechnet in dieser Zeit, in der so viele Start-ups eine schwere Zeit durchmachen, können wir jetzt die Zusage verkünden.

Firmensprecher Oliver Walker-Jones zur SZ

Zustande gekommen sei das Investement schon in den Monaten vor der Corona-Pandemie, wie der Sprecher erklärt:

Es dauert Monate, bis man bei solchen Gesprächen zu einem Ergebnis kommt. Und wir bauen ja auch nicht heute ein Flugzeug, das wir morgen verkaufen könnten.

Firmensprecher Oliver Walker-Jones zur SZ

Da Lilium ein Startup ist, wären grundsätzliche Strukturen für die Arbeit im Homeoffice schon vorhanden gewesen, erklärt Walker-Jones. So würde das Team ohnehin schon Videe-Call-Programme und andere Konferenzsysteme zur Kommunikation nutzen.

Zum Thema: Lilium Jet: Deutsches Start-up für Flugtaxis bekommt Millionen

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