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Uber startet UberMedics mit Freifahrten für Gesundheitspersonal

Foto: UberFoto: Uber

Eine große Welle der Hilfsbereitschaft hat die Coronakrise nach sich gezogen. Viele New-Mobility-Unternehmen haben den Angestellten so genannter „systemrelevanter Berufe“ ihre Angebote kostenfrei zur Verfügung gestellt. Tier und Dott beispielsweise die E-Roller, Uber Jump seine E-Bikes und Unu seine Mopeds.

Wie MOViNC erfahren hat, startet Uber heute einen eigenen Fahrservice für Gesundheitspersonal: UberMedics.

Mit der neuen Option UberMedics in der Uber-App können Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich Freifahrten nutzen. Uber-Fahrer bringen die zurzeit stark belasteten Mitarbeiter gratis zur Arbeit und nach Hause. Neben Ärzten, Sanitätern, Pflegekräften und Klinikmitarbeitern soll die neue App-Option auch den Fachkräften in Apotheken zur Verfügung stehen.

UberMedics startet zunächst in München

UberMedics startet zuerst in München. Wenig später soll der Gratis-Transport auch auf die Städte Berlin, Frankfurt/Main, Köln und Düsseldorf ausgeweitet werden. Für die Freifahrten stellt Uber 20.000 Buchungen zur Verfügung, für jeden registrierten Fahrgast sollen bis zu fünf Fahrten bis 20 Euro kostenfrei sein.

Die Fahrerinnen und Fahrer selbst müssen nicht gratis tätig sein und erhalten von Uber den kompletten Fahrpreis.

Zum Thema: Uber lanciert The Work Hub – um Fahrer durch die Coronavirus-Krise zu bringen

„Mit dem Angebot wollen wir einen Beitrag leisten und diejenigen unterstützen, die an vorderster Front gegen Covid-19 kämpfen. Zugleich profitieren auch die Mietwagen-Unternehmer, die sich durch signifikante Nachfragerückgänge in einer wirtschaftlich schwierigen Lage befinden, von zusätzlichen Aufträgen.“

Christoph Weigler, Uber-Deutschland-Chef

Um das Angebot nutzen zu können, müssen sich die Mitarbeitenden aus den Gesundheitsberufen vorher auf einem Onlineformular registrieren. Uber prüft, ob die Nutzer tatsächlich berechtigt sich, an UberMedics teilzunehmen. „Die Anmeldung zur kostenlosen Nutzung erfolgt unbürokratisch, aber mit einem Beschäftigungsnachweis“, erklärt ein Uber-Sprecher gegenüber MOViNC. „Ein Mitarbeiter-Ausweis, zum Beispiel Badge mit Namen, reicht.“

Uber hatte zur Coronakrise eine Reihe von Maßnahmen gestartet. Neben UberMedics sind diverse Jump-Räder kostenlos für Krankenhausmitarbeiter nutzbar, in Hamburg sorgen Taxi-Nachtfahrten zu reduzieren Preisen für Mobilität in der Krise und Transportunternehmen und ihre Lkw-Fahrer werden von Uber bei der Lieferung lebensnotwendiger Güter unterstützt. Für Fahrerinnen und Fahrer hat das Mobilitätsunternehmen außerdem The Work Hub gestartet.

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1 Kommentar

  • Die einzige Frage die sich nun stellt – nachgerade bei UBER, welche in der Vergangenheit eher nicht durch soziale Wohltaten, Respekt ggü. ihren Fahrern sowie Fahrgästen oder gutem Benehmen auffielen: WARUM machen sie das?

    Die Antwort, welche nahe liegen dürfte: WERBUNG! „Seht her, wir UBER helfen der Gesellschaft, weil wir nun mal so sind – immer ein guter Beitrag für die Gesellschaft.“ Wofür auch der, stets gerne bemühte, jedoch komplett falsche Euphemismus „Sharing Economy“ steht.

    In Köln sagt man aber dazu: „Do kannste dran föhle.“
    Nicht gegen Hilfe! Aber warum keine nennenswerte Spende? Oder diesen Dienst dauerhaft anbieten? Oder aber: Den nunmehr beschäftigungslosen UBER-Fahrern (nicht alle fahren Klinikpersonal oder Medikamente) eine dringend benötigte Unterstützung zu gewähren? Kurzarbeitergeld o.ä.? Die Raten für ihre – für UBER und seine vollmundigen Versprechen angeschafften Fahrzeuge übernehmen? Krankengeld gewähren über jene in der Krise „gnädig“ angebotenen 14 Tage hinaus?

    Natürlich ist dieses Medic-Ding eine nette Geste – aber doch keineswegs OHNE Hintergedanken und einem gewünschten Rück-Cashflow in den darauffolgenden Monaten und Jahren durch diese clevere PR-Aktion . Auch das derart hofierte Klinikpersonal wird sich gewiss nicht undankbar zeigen und hernach gleich die UBER-APP, (welche sie zuvor nicht auf ihrem Handy hatten) wieder löschen.
    Somit dürften sie somit zu den (wenn auch kostspielig) akquirierten Neukunden zählen und fahren mit der Zeit nach und nach einen Großteil dieser Kostenlosfahrten (durch die vom Fahrer an UBER stets abzuführenden 25-30% Provision pro Fahrt) wieder ein.

    Nette Aktion, aber auch mit sehr deutlich erkennbarem Hintergedanken. Inwieweit dies von einem reinen, profitorientierten Börsenunternehmen anständig zu nennen ist, muss jeder für sich selber beantworten.

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