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Uber zerstört Tausende Jump-Bikes – nun will Tier sie retten

Die Bikes vor der Verschrottung. Credit: Cris Moffitt/TwitterDie Bikes vor der Verschrottung. Credit: Cris Moffitt/Twitter

Ein Video zeigt, wie Uber Tausende seiner Jump-Bikes verschrottet. Was das Unternehmen dazu sagt und welche Rolle nun Lawarence Leuscher, der Gründer von Tier Mobility, in der Debatte spielt.

Nachhaltigkeit und bezahlbarer Individualverkehr – das sind zwei Themen, die Menschen weltweit gerade bewegen und wegen derer Uber nun hart in der Kritik steht. Denn: Ein Video aus den USA zeigt, wie das Unternehmen Tausende Jump Bikes und E-Scooter verschrottet. Die Stimmen, dass die Aktion nicht richtig sei, sind laut. Nun hat sich auch das Berliner Start-up Tier Mobility in der Debatte zu Wort gemeldet.

Tausende Jump-Bikes stehen aufgereiht in einem Hof, bereit zur Abholung. Denn: Sie werden verschrottet. Die Bilder, die gerade in den sozialen Medien geteilt werden, stehen hart in der Kritik. Der Grund: In Zeiten der Corona-Pandemie benötigen viele Menschen eine bezahlbare Alternative zum öffentlichen Nahverkehr und zum Auto – und der Zustand der Bikes sieht noch gut aus, sofern man das erkennen kann.

Die große Frage lautet also: Warum verschrottet Uber Tausende noch brauchbare Jump-Bikes statt sie etwas zu spenden oder an einzelne Personen zu verkaufen? Ein Sprecher von Uber Deutschland erklärt, weshalb eine Spendenidee wenig Sinn mache. Neben Kompatibilitätsproblemen, seien es vor allem Sicherheits-und Wartungsbedenken, die sich bei einer privaten Nutzung ergeben würden. Hinzu käme, dass private Auflademöglichkeiten für Nutzende fehlen würden – ein privater Gebrauch sei nicht so einfach umzusetzen, wie es scheinen mag.

Hinzu käme, wie der Sprecher von Uber Deutschland gegenüber MOViNC erklärt, dass Uber seine Jump Bikes zusammen mit einer hohen Investitionssumme Anfang Mai an das E-Scooter-Start-up Lime übergeben hatte (MOViNC berichtete) und somit auch nicht mehr über eine Verwendung entscheiden könne.

Tier Mobility macht Uber Angebot

In einem offenen Statement auf Linkedin wendet sich nun der Gründer von Tier Mobility, Lawarence Leuscher, an Lime und Uber. Darin schreibt er, dass sein Angebot, welches er bereits drei Wochen zuvor getätigt habe, noch immer gelten würde. Leuscher schreibt auf Linkedin weiter: Statt sie „wegzuwerfen, sind wir bereit, uns um sie zu kümmern, sie zu reparieren und ihnen ein zweites Leben zu geben – so wie wir es für alle unsere Fahrzeuge tun.“ Und: Er sei der Ansicht, dass „Mikromobilität für Nachhaltigkeit und Verantwortung stehe und nicht für Verschwendung.“ Erst im Februar dieses Jahres hatte Tier rund 5000 Mopeds von Coup übernommen (MOViNC berichtete).

Doch das vermeintliche Angebot von Tier hat einen Haken. Denn: Tier ist nicht auf dem amerikanischen Markt vertreten. Wie und ob Lime für den europäischen und deutschen Markt ähnliche Aktionen plant, lässt sich derzeit noch nicht absehen.

Zum Thema: Studie: Bei diesem Anbieter herrschen die fairsten Arbeitsbedingungen

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