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FreeNow startet Mundschutzinitiative – das machen andere Anbieter wegen Corona

Credit: Free NowCredit: Free Now

Viele Mobilitätsunternehmen bieten aufgrund der Corona-Pandemie eine vergünstigte oder kostenlose Nutzung ihrer Dienste an, oder werben mit Maßnahmen, die NutzerInnen und FahrerInnen schützen sollen. Bei FreeNow gibt es nun 10.000 Mundschutzmasken.

Beim Einkaufen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln sind sie seit dieser Woche bundesweit Pflicht – und auch in Taxis und Mietwagen müssen sie mancherorts (MOViNC berichtete) getragen werden: Mundschutzmasken. Der Anbieter FreeNow hat nun darauf reagiert und in einer Mittelung angekündigt, in den kommenden Wochen 10.000 Masken zu verteilen.

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Zuvor hatte FreeNow in Städten mit noch immer nennenswerten Taxibetrieb 500 Taxis mit durchsichtigen Trennscheiben aus Kunststoff ausstatten lassen. Außerdem stellt man den Partnerunternehmen Desinfektionsmittel, Latexhandschuhe und Mundschutzmasken zur Verfügung, heißt es.

FreeNow reiht sich mit dieser Aktion in die Bemühungen vieler Mobilitätsanbieter in der Corona-Krise ein.

Zum Thema: Coronavirus: So geht es den Car- und Ridesharing-Anbietern – ein Überblick

Coronavirus: Ein Überblick über die Maßnahmen von Mobilitätsanbietern:

  • Dott: Der E-Scooter-Anbieter hat kostenfreie oder stark vergünstigte Angebote für Mitarbeitende im Gesundheitswesen. In Augsburg und München benutzen freiwillige Hilfsgruppen die Roller, um Auslieferungen von Einkäufen zu älteren Menschen in der Risikogruppe anzubieten. Außerdem bietet Dott Gesundheitspersonal, aber auch Ehrenamtlichen, die sich um ältere und hilfsbedürftige Menschen kümmern an, die E-Scooter kostenlos zu nutzen. Das Angebot gilt für Köln und Bonn, um es in Anspruch nehmen zu können, sollten sich die entsprechenden Kunden bei Dott melden.
  • CleverShuttle: Das Ridesharing-Unternehmen hat sein Angebot angepasst. Personen, die in systemrelevanten Berufen tätig sind, bekommen vom Unternehmen 50 Euro Guthaben zur Verfügung gestellt. Zudem stellt CleverShuttle einige seiner Fahrzeuge für die Berliner Tafel, die Charité und das RKI zur Verfügung.
  • Miles: Das Unternehmen hat nun ein günstiges Angebot für alle Menschen, die mobil bleiben müssen. In Berlin und Hamburg wurde das Geschäftsgebiet zudem temporär auf die gesamten Länder erweitert. Außerdem plant man einen Open Call für gemeinnützige Initiativen und Einrichtungen, die bei der Situationsbewältigung helfen wollen und dafür mobil sein müssen, auszurufen.
  • WeShare: Mehrere reduzierte Preisangebote sollen den Menschen weiterhin Mobilität ermöglichen. Außerdem hieß es von Unternehmensseite zu MOViNC, dass man mit verschiedenen Krankenhäusern und Organisationen in Kontakt sei und Partnerschaften schließe. So habe man das Geschäftsgebiet vorübergehend um Krankenhausstandorte erweitert, um dem medizinischen Personal in Berlin eine Anbindung an Carsharing zu ermöglichen, Mitarbeitende der Charité in Berlin erhalten täglich einen Voucher über zehn Euro pro Tag und die Arche, die Berliner Tafel und die Aktion #kochenfürhelden werden bei der Auslieferung von Nahrungsmitteln unterstützt.
  • Cambio: Kunden, die weiterhin täglich zur Arbeit oder zur Versorgung ihrer Verwandten auf ein Mobilitätsangebot angewiesen seien, würden hier günstige Langzeitbuchungen angeboten werden.
  • BerlKönig: Ärzte, Pflegepersonal, medizinische Fachangestellte und Rettungskräfte werden vom BerlKönig zum Dienst gefahren oder davon abgeholt. Während der reguläre Betrieb des BerlKönigs eingestellt ist, werde die Mitarbeitenden aus dem Gesundheitsbereich kostenlos befördert.
  • Wupsi: In Leverkusen können BürgerInnen das Wuspi-Rad über die App von Nextbike für eine halbe Stunde kostenlos nutzen, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet. Neben den 40 Stationen hat man aufgrund der Pandemie drei weitere vor den Krankenhäusern der Stadt eingerichtet, heißt es. Serviceteams von Nextbike überprüfen die Funktionstüchtigkeit und reinigen zudem regelmäßig die berührungsintensiven Oberflächen wie Lenkrad oder Sattelspanner. Zudem wird auf die Vorsichts-und Hygienemaßnahmen verwiesen.
  • Uber: Sechzig E-Bikes wurden auf den Klinikgeländen der Berliner Krankenhäuser Charité Mitte, Benjamin Franklin und Virchow-Klinikum verteilt. Außerdem stehen die Jump-Bikes vor der München Klinik zur Nutzung bereit. Mitarbeitende können sich kostenlos über die App freischalten lassen und die Bikes von Uber Jump nutzen. Seine Scooter stellt uber dem THW in der bayerischen Landeshaupstadt zur Verfügung. Mit der Option UberMedics in der Uber-App können Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich Freifahrten nutzen. Uber Freight bietet den Transporteuren beispielsweise schnellere Zahlungen und eine persönliche Schutzausrüstung an. In Hamburg sorgen Taxi-Nachtfahrten zu reduzieren Preisen für Mobilität in der Krise. Für FahrerInnen startete das Unternehmen kürzlich  The Work Hub.
  • Tier Mobility: Der E-Scooter- und Neu-Mofa-Verleiher Tier bietet mit dem “Heroes”-Programm “Freifahrten an Menschen mit systemrelevanten Berufen an. Konkret sind damit gemeint: Krankenhauspersonal, Supermarkt- und Apotheken-Angestellte, Polizei und Feuerwehr.
  • Nextbike: Nach dem Ende der Osterferien sollte eigentlich Schluss sein. Doch dann teilte die Senatsverwaltung in Berlin mit, dass die Gratisfahrten um vier Wochen, und damit bis zum 17. Mai 2020 verlängert werden. Demnach gilt weiter, was seit dem 17. März bereits gilt: Nextbike-Räder sind in den ersten 30 Minuten Ausleihzeit kostenlos und das Angebot kann auch mehrmals am Tag wahrgenommen werden. Damit stellt das Land Berlin zusätzliche öffentlich finanzierte Alternativen zum ÖPNV oder zum Auto zur Verfügung, insbesondere auch um Ansteckungsgefahren durch eine größere Verteilung der Mobilität zu reduzieren.

Zum Thema: Coronavirus: So reagieren deutsche E-Scooter-Anbieter – der Überblick

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